• GN_headbanner_KleinesKind.jpg

Burkina Faso - April 2009

Schockierend und ermutigend

Sich ein eigenes Bild machen.

Es gibt keine bessere Möglichkeit, die Wahrheit über die Krankheit Noma zu erfahren, als die Situation vor Ort selber zu entdecken. So reisten Ulrich Kraut, Jean-Jacques Santarelli, Peter Melchin und Michael Mendl im Mai 2009 nach Burkina Faso. Außerdem wollten sie sicherstellen, dass die Spenden effizient eingesetzt werden.

Darüber hinaus sollten aus der Reise ein Dokumentarfilm und eine Fotoreportage erstellt werden. Begleitet wurde das Team deshalb von dem Fotografen Roger Richter sowie von einem professionellen Filmteam von Western Star. Fotograf und Filmteam beteiligten sich ehrenamtlich an dieser Reise. Entstanden sind eine ausdrucksvolle Filmreportage sowie ergreifende Bilder.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Roger Richter, Andreas Schwarz und sein Team.

Begegnet ist den Reisenden viel mehr, als sie sich vorher in Gedanken vorstellen konnten. Bereits beim Landeanflug auf Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, bietet sich der Gruppe eine sehr eintönige Landschaft mit rot-braunem Sand überall, kaum Vegetation und kein Wasser. Eine trockene Hitze von ca. 42°C begleitet sie bis zur Rückkehr nach Deutschland, klimatische Bedingungen, die die erkrankten Kinder außer Fieber und Schmerzen auch noch ertragen müssen.

Viele Einwohner der Hauptstadt leben von Straßenverkäufen; sie bieten Telefonkarten, Mangos oder an der Straße Gegrilltes an. Auf dem Weg in den Norden des Landes zu Dr. Zala setzt sich die rot-braune Sandfarbe fort. Einziger Kontrast : Das Blau des Himmels.

Von einer Begegnung mit Einwohnern eines Dorfes schreibt Jean-Jacques Santarelli: „Obwohl es offensichtlich ist, dass die Leute sehr arm sind, strahlen sie und ihr Haus Würde aus. Auch wenn uns die Lebensbedingungen schockieren, so muss man verstehen, wie wichtig die Gewohnheiten der Menschen sind, und man muss sie respektieren und nicht zu ändern suchen. Wenn die Kinder wieder geheilt sind, kommen sie zurück in die Dörfer und schlafen wieder auf dem Boden. Es hilft nicht, sie an andere Standards zu gewöhnen.“ In diesem Sinne wird die Begegnung mit Dr. Zala für die Mitglieder des Vereins schließlich von großer Bedeutung. Von dem erfahrenen Arzt erfahren sie viel Konkretes über Noma.

Ankunft bei Dr. Zala in Ouagadougou
Michael Mendel, Peter Melchin, Dr. Zala Ankunft bei Dr. Zala in Ouagadougou Michael Mendel, Peter Melchin, Dr. Zala Die kleinen Patienten treffen auf Michael Mendl Die kleinen Patienten treffen auf Michael Mendl