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Burkina Faso - Mai 2010

Ein wichtiger Schritt: Startschuss für das erste große Präventionsprogramm

Lebensgewohnheiten begünstigen Ausbreitung von NOMA

Hauptziel einer weiteren Reise war, unser eigenes Präventionsprogramm ins Leben zu rufen. Uns war dabei wichtig, die
Lebensbedingungen in den Dörfern und die Noma-Präventionsarbeit von Frau Zala kennenzulernen.

Kaum sechs Kilometer entfernt von Ouahigouya, der drittgrößten Stadt des Landes, leben die meisten Menschen unter unvorstellbaren Bedingungen: Katzen, Ziegen und andere Tiere werden in den Häusern gehalten. Ihr Kot bleibt liegen, da niemandem bewusst ist, dass Mangel an Hygiene die Ursache vieler Krankheiten ist. Tiere lecken am Essgeschirr der Menschen. Auf den Mahlstein für Getreide hüpfen Ziegen und verrichten dort auch mal ihre Notdurft ...
Infektionen für Menschen sind damit vorgezeichnet. Man trinkt aus einfachen Brunnen, in die jeder Regen kontaminiertes Wasser spült – ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Noma!

Erkrankung gilt als Strafe Gottes

Die Suche nach Noma-Fällen ist oft sehr schwierig. Es gibt weder Dorfschilder noch Straßenschilder, und viele Leute tragen die gleichen Namen. Ist dann endlich das Dorf gefunden, braucht man noch die Erlaubnis des Chefs der Gemeinde und des Vaters, um ein erkranktes Kind sehen zu dürfen. Die Dorfbewohner wissen nicht, dass Noma eine Krankheit ist – die meisten Leute glauben, dass sie von Gott bestraft wurden.

Bekämpfung setzt auf traditionelle Heiler

Deshalb sind traditionelle Heiler für die Bekämpfung von Noma so wichtig. Entsprechend ausgebildet, können sie in den entferntesten Dörfern selbstständig agieren, die Anzeichen einer Infektion erkennen und sie mit Antibiotika behandeln und heilen.

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium von Burkina Faso (Jocelyne Gare, verantwortlich für die nationalen Maßnahmen im Kampf gegen Noma) und mit Frau und Herrn Dr. Zala gelingt es uns, die Rahmenbedingungen und die Umsetzung
unseres Präventionsprogramms festzulegen

<br />Viele Dorfbewohner wissen nicht, das NOMA eine Krankheit ist.
Viele Dorfbewohner wissen nicht, das NOMA eine Krankheit ist. Diese Wasserstellen sind ein idealer Ort für die
Ausbreitung von Noma Diese Wasserstellen sind ein idealer Ort für die Ausbreitung von Noma Gegen Noma e.V. im Gespräch mit Jocelyne
Gare Gegen Noma e.V. im Gespräch mit Jocelyne Gare