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Wie Salamata die Krankheit Noma überlebte

Heute ist der Verein Gegen Noma e.V. mit Dr. Zala unterwegs in dem kleinen Dorf Nabtiguya Pella, 35 Kilometer entfernt von Ouahigouya, der drittgrößten Stadt von Burkina Faso. Wir besuchen Salamata Sawadogo, die mit Glück Noma überlebte.

Selbst hier, in der Nähe zu einer größeren Stadt, herrschen Verschmutzung und mangelnde Hygiene, was sehr wahrscheinlich zur Erkrankung von Salamata führte, als sie noch ein Kind war.

Salamatas Vater lebt in der landesüblichen Polygamie und hat vier Frauen.
Zwölf seiner 34 Kinder sind gestorben. Die Entdeckung von Salamatas Krankheit geschah eher zufällig, und zwar durch Dr. Zala, als dieser noch im öffentlichen Krankenhaus von Ouahigouya arbeitete. Dorthin begab sich die Mutter wegen eines der beiden jüngeren Zwillingsbrüder von Salamata. Sie begleitete die Mutter und trug den zweiten Bruder auf dem Rücken. Es ist kaum vorstellbar, dass sie dabei 35 km hinter sich legten.

Zu dieser Zeit war Salamata ein sieben oder achtjähriges Mädchen mit einem großen Pflaster auf der rechten Wange. Darunter entdeckte Dr. Zala eine große Narbe. Von Frau Zala befragt, erzählte die Mutter von Salamatas Leiden und von der Sorge der Eltern um ihr Kind. Sie gaben viel Geld aus, ohne irgendwelche Hoffnungen und ohne Salamatas vollständige Genesung zu bewirken. Sie besuchten sechs verschiedene Orte, und niemand kannte die Krankheit, die ihnen so viel Angst, Sorge und Geldprobleme verursachte. Selbst der traditionelle Heiler ihres Dorfes kannte diese Krankheit nicht! Als der Vater keinen Ausweg mehr sah, schnitt er die infizierte Stelle mit einem Messer aus der Wange. Nur mit Glück infizierte sich die Wunde nicht.

2005 wurde Salamata im Krankenhaus von Ouahigouya durch einen französischen Arzt, spezialisiert in plastischrekonstruktiver Chirugie, operiert.

Die Narbe in ihrem Gesicht erinnert an ihre Berührung mit der Krankheit Noma. Salamata berichtete uns: „Ich fühlte mich sehr vernachlässigt und vor allem von der ganzen Gesellschaft nicht mehr akzeptiert. Jedes Mal, wenn ich mich in der Öffentlichkeit zeigte, lachten die anderen über mich und meinten sogar, dass ich wegen meiner Verhaltensweise bestraft werde, deswegen diese schreckliche Krankheit.

Niemand wollte mit mir sprechen oder mit mir etwas unternehmen: weder beim Spielen noch bei sonstigen Kinder- bzw. Mädchenaktivitäten oder anderen Zusammenkünften. Ich fühlte mich sehr traurig und sehr einsam, aber das ist jetzt vorbei. Jetzt bin ich verheiratet und habe zwei Kinder. Dies wäre undenkbar ohne die Operation. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Frau und Herrn Dr. Zala für die Unterstützung und bei meinen Eltern, die nie aufgegeben haben, mich behandeln zu lassen,“ erzählt Salamata.

Das Glück von Salamata und ihren Eltern lässt sich auf ihren Gesichtern
„ablesen“. Es ist für die Familie wie ein Wunder, da es keine Hoffnung mehr gab. Heute lebt Salamata mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen Bassirou und Aziz glücklich in dem Dorf Nabtiguya Pella, 35 Kilometer entfernt von Ouahigouya.

Jean-Jacques Santarelli

Salamatas Krankheitsgeschichte -
<br />eine langer Leidensweg Salamatas Krankheitsgeschichte -
eine langer Leidensweg Salamata heute mit ihren beiden Kindern
<br /> Bassirou und Aziz Salamata heute mit ihren beiden Kindern
Bassirou und Aziz