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Netzunabhängige Photovoltaik für das Krankenhaus

Die Notwendigkeit

Anlässlich eines Besuches des CMPPB, wurden wir auf die ausgezeichnete Arbeit der Seele des Hauses, Dr. Lassara Zala, aufmerksam. Er erzählte uns von den Schwierigkeiten, jeden Monat die Stromrechnung (ca. 1.000 CHF / ca. 766 ¤) für ein instabiles Stromnetz zu bezahlen. Das CCMP hat unter der armen Bevölkerung neben der medizinischen auch eine wichtige soziale Bedeutung, denn die Ärmsten zahlen nichts. In der Folge reichten die Einnahmen aus den Behandlungen nicht mal für die Stromkosten. Daher hat IAS (Ingénieurs & Architectes Solidaires) Dr. Zala vorgeschlagen, ihm eine Photovoltaik Anlage zu liefern, um das Problem um das ökonomische Überleben zu lösen

Die Solaranlage

Nach umfangreicher Unterstützung durch Sponsoren und Förderer von Gegen Noma e.V. konnte im Oktober 2010 die Solaranlage installiert werden. Die Konzeption, Leitung sowie Realisierung wurden ehrenamtlich von IAS (Ingénieurs & Architectes Solidaires) in Genf durchgeführt, die über eine lange Erfahrung in diesem Bereich verfügen.

Das Ergebnis

Drei Monate nach Inbetriebnahme der PV-Anlage sind Dr. Zala, das Personal sowie die Patienten des Krankenhauses CMPP zufrieden. Die Stromrechnung konnte erheblich reduziert werden und es gibt keine Stromunterbrechungen mehr.Dr Zala schrieb uns:

"Seit der Installation der Solaranlage sind uns Strompannen unbekannt! Die Unannehmlichkeiten mit Tagen ohne Strom gehören der Vergangenheit an, wie auch die Ängste, dass wir die hohen Stromrechnungen nicht bezahlen können!
Von 400 000 FCFA (700 Euro) ist die Strom Rechnung auf 88 000 FCFA (134¤) zurück gegangen! Vielen Dank, wirklich danke! Wie erfreulich das ist! Gutes und glückliches Jahr 2011 Ihnen und der ganzen Mannschaft, die gekommen ist, diese Stromanlage zu installieren. Gott schütze Sie vor allem Übel!"


Aus den Einsparungen bei den Stromausgaben wird das Krankenhaus von Dr. Zala jetzt einen neuen Kinderarzt einstellen.

2011 soll die Leistung der Solaranlage verdoppelt werden. Dafür
brauchen wir erneut eine Unterstützung in Form von Sachspenden (Solarpanelen, Kabel, Batterien) und Spenden, um den Transport zu finanzieren.

Know how und Technologie Transfer

In Sinne des Technologie Transfers haben wir mit vier jungen Burkinabés
zusammengearbeitet, die ihre technische Ausbildung beendet haben und sich für alternative Energien begeistern.
Wir werden weiterhin mit Ihnen zusammenarbeiten bei erneuten Projekten in der Region. So können diese vier jungen Leute bald eigenständig Solarelektrifizierungen vornehmen, um die energetische und soziale Situation in ihrem Land zu verbessern.

Leistung der Anlage

Durchschnittliche, täglich verfügbare Energiemenge während des schlechtesten Monats des Jahres: 5.200 kWh/m² Tag.
Max. Anzahl an Folgetagen ohne Energie (black days): 2

Geschätzter Verbrauch: 9,3 kWh pro Tag.
Durchschnittliche Produktion seit Inbetriebnahme: 14,9kWh pro Tag.

Eingebautes Material und Finanzierung:

48 Panels von Solarworld mit 85Wc, 8 Strings parallel mit 6 Panels in einer Serie. Spitzenwert: 4.080 Wc. Sachspende von Solarworld.

96 Batterien Oerlikon 12HP110, zu 12V/110Ah, an 24 parallel laufenden Leitungen an 4 Wechselrichtern in Serie. Energie total: 126.720 Wh. Sachspende von Hawker/Enersys.

3 Wechselrichter Studer XTM4000-48, 48VDC / 4kWAC, wovon einer als
Netzspeicher funktioniert.
3 Wechselrichter Sunny Island 5048, Sachspende von der dt. Firma SMA.
Da die Container bereits unterwegs waren, als die Wechselrichter geliefert wurden, dienen diese Sunny Island nun als Reserve, falls es eine Panne gibt. Außerdem werden sie in einem zweiten Schritt eingesetzt, um die Gesamtleistung noch zu erhöhen.

2 Ausgleichsrichter Morningstar Tristar MPPT-45

Im Krankenhaus von Dr. Zala wird niemand abgewiesen Im Krankenhaus von Dr. Zala wird niemand abgewiesen Installation eines Solarpanels Installation eines Solarpanels Signifikante Steigerung der Energieproduktion Signifikante Steigerung der Energieproduktion Auszubildene Auszubildene
Die Sachspenden ermöglichten 
die Realisierung des Projekts Die Sachspenden ermöglichten die Realisierung des Projekts